Flucht vor Corona in die Berge

Dass eine panische, weltumspannende Viruspandemie unsere Reisepläne durchkreuzt, hätte wohl keiner gedacht. 

Als wir auf dem Campingplatz ankommen um unsere Wäsche zu waschen und heiß zu duschen schien die Welt noch fast in Ordnung. Doch kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse: Erste Grenzen schließen, die Zahl der Infizierten in Europa schießt in die Höhe, Ausgangssperren werden erlassen. Okay, dachten wir bleiben wir doch erstmal in unserer kleinen Kommune, die sich mittlerweile auf unserem Platz gebildet hatte und wägten uns in Sicherheit. Doch dann spitzt sich die Lage in Griechenland ebenfalls zu. Restaurants und Bars dürfen nicht mehr öffnen, letztendlich heißt auch hier die Empfehlung „Stay at home“.

Bucht von Leonidi
Ein Cafe to go auf der Treppe eines geschlossenen Restaurants

Als dann, wie zu erwarten war, wohl auch der Campingplatz schließen muss und die Nachricht durchsickert am 23. März wird der Flugverkehr eingestellt macht sich Panik breit. Viele wollen oder müssen jetzt nach Hause, letzte Chance. Für uns kommt das aber nicht in Frage, und schon gar nicht ohne Bus.

Als wir dann von Reisebekannten erfahren, abseits von Städten und der Küste sei die Situation vollkommen ruhig und unaufgeregt, entschließen wir uns einfach für Plan B, weiterzufahren und uns in den Bergen zu verkriechen. Klappt das nicht haben wir noch Plan C: Wir können auf dem Grundstück der Mutter von Katarina, unsere griechische Wirtin aus Dachau, stehen und die „Sache“ abwarten. 

De facto sind wir eingeschlossen, wie alle anderen in Europa auch. Nun, es gibt schlimmere Orte als Griechenland um diese seltsame Zeit auszusitzen.

Update

Seit Montag, den 23.03.2020, 6 Uhr hat Griechenland ebenfalls eine Ausgangssperre verhängt. Das hieß für uns jetzt oder nie. So sind wir verbotener Weise an diesem Tag von unserem idyllischen Platz in den Bergen, einmal quer durch Griechenland in den Norden gefahren. Zweimal wurden wir von der Polizei kontrolliert, aber wir hatten Glück und kamen glimpflich davon. Von Tina, Katerinas Mama wurden wir herzlich in Empfang genommen und wir waren ziemlich erleichtert.

Da hinten in den Bergen liegen dann die Meteora - Klöster. Vielleicht dürfen wir die dann auch noch irgendwann besichtigen?
Da hinten in den Bergen liegen dann die Meteora - Klöster. Vielleicht dürfen wir die dann auch noch irgendwann besichtigen?

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