Sizilien

Nach einer etwas holprigen Überfahrt von Cagliari nach Sizilien sind wir nach 13 Stunden alle gesund und munter in Palermo angekommen. Deshalb gönnten wir uns erstmal eine 4-tägige Reise-Pause auf einem gemütlichen Campingplatz mit wunderbarer Aussicht auf die Bucht von Santa Flavia. Einfach mal nichts planen, jederzeit eine Dusche und Klo tut auch mal gut.

Campingplatz Campeggio Olimpo
Campingplatz Campeggio Olimpo

Am Sonntagmittag machten wir uns auf zu einem kleinen Spaziergang, der dann doch fast 4 Stunden dauerte und uns auf knappe 500 Höhenmeter brachte. Doch die Aussicht war echt der Hammer.

Punto Trigonometrico
Punto Trigonometrico

Und gleich um die Ecke das nächste Highlight, glücklicherweise ebenfalls zu Fuss erreichbar. Die alte Römerstadt Solunto ist teilweise noch sehr gut erhalten. Aber müssen die Römer immer auf die Hügel bauen?

Solunto
Solunto

Aber es wurde wieder Zeit unseren Miniurlaub vom Urlaub zu beenden und die Insel zu erkunden. Also suchten wir natürlich wieder eine heiße Quelle. Auf der anderen Seite von Palermo wurden wir auch schnell fündig: Sorgente Terme naturali di Segesta.

Glücklicherweise konnten wir hier auch gut übernachten, so dass wir am morgen, vor allen Einheimischen noch ein heißes Bad genießen konnten.

Sorgente Terme naturali di Segesta
Sorgente Terme naturali di Segesta

So frisch machten wir uns weiter auf den Weg zum Tempel von Segesta. Wir lassen hier einfach mal die Bilder sprechen.

Tempio di Segesta
Tempio di Segesta
Frühling pur
Frühling pur

Für die Übernachtung verließen wir uns auf unsere beliebte App Park4Night, die uns an die Südküste zum Capo Bianco führte. Oberhalb der steilen Küste gab es einen herrlichen Ausblick und irre Steinformationen.

Stellplatz am Capo Bianco
Stellplatz am Capo Bianco
Steinformation Capo Bianco
Steinformation Capo Bianco

Am nächsten Tag fuhren wir weiter die Küste entlang Richtung Festland und strandeten in der kleinen Stadt mit der größten Treppe, Caltagirone.

Die Treppe und die engen Gassen waren zwar sehr hübsch, aber die Stadt selbst war uns nicht sonderlich sympathisch. So flüchteten wir im Dunkeln von einem vermüllten Parkplatz nach Santo Pietro, vor eine verlassene Kirche mitten im Dorf.

Nach kurzer Recherche am nächsten Morgen stellte sich heraus, das dies wohl in den 1920iger Jahren eine riesige Gartenstadt, Mussolinia, werden sollte, die Mussolini hier plante. Aus Geldmangel blieb es allerdings bei ein paar wenigen Gebäuden und macht die Ortschaft heute fast zu einem Geisterdorf. Hier blieben wir dann glatt noch eine weitere Nacht, da das Ganze hier doch irgendwie Charme hatte, außerdem wartete noch Pizza auf uns, die es im Winter hier nur Samstagabend gibt.

Alles in allem ist Sizilien eckiger und kantiger (und schmutziger) als Sardinien, die Sonne kräftiger, der Frühling spürbarer und die Bewohner typisch italienisch. Landschaftlich hingegen kann Sizilien durchaus mit Sardinien mithalten.

Scalinata di Santa Maria del Monte
Scalinata di Santa Maria del Monte
Santo Pietro - Mussolinis Geisterstadt
Santo Pietro - Mussolinis Geisterstadt

Wer mehr erfahren will:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.